Schulzentrum Mörsch oder wie sicher ist der Schulstandort Rheinstetten

Zu einem für beide Seiten sehr aufschlussreichen Informationsgespräch traf sich am 25.Januar 2012 Kultusstaatssekretär und SPD-Wahlkreisabgeordneter Dr. Frank Mentrup mit den Vertretern der SPD-Stadtratsfraktion und der Verwaltung des SPD-Ortsvereins.
Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches stand der Themenkomplex rund um das Schulzentrum in Mörsch sowie die Gestaltung des zukünftigen Schulstandortes Rheinstetten und dessen Stärkung. Der langfristige Erhalt aller Schularten in Rheinstetten müsse im Zentrum aller Überlegungen stehen. Deshalb sei beim Schulzentrum eine Lösung anzustreben, die sowohl die finanziellen als auch die pädagogischen, schulpolitischen und infrastrukturellen Aspekte Rheinstettens berücksichtige.
SPD Rheinstetten will eine optimale Lösung für das Schulzentrum

In einer heute (17.11.11) veröffentlichten Erklärung nimmt die SPD Rheinstetten Stellung zu einem der wichtigsten Themen der Kommunalpolitik in der Großen Kreisstadt, der Zukunft des Schulzentrums im Stadtteil Mörsch. Nach eingehender Diskussion in den Gremien des Ortsvereins kam die Verwaltung zu dem einstimmigen Beschluss, dass auf Grund der derzeitigen Faktenlage ein Neubau sowohl finanziell als auch bildungspolitisch die optimale Lösung darstellt. Nach zahlreichen Gesprächen und übereinstimmender Ansicht sanierungserfahrener Bau- und Finanzfachleute ist ein Neubau kalkulierbarer, kontrollierbarer und preisgünstiger als eine notwendige Totalsanierung. Außerdem biete ein Neubau die Chance, alle bildungspolitischen Optionen zur Sicherung und Festigung des Schulstandortes Rheinstetten zu verwirklichen.
Erklärung der SPD Rheinstetten, 17. November 2011
Optimale Lösung für das Schulzentrum
Zu einem der wichtigsten Themen der Kommunalpolitik in Rheinstetten nimmt die SPD heute Stellung:
„Das Ziel der SPD Rheinstetten ist es, dass die bildungspolitisch, pädagogisch und wirtschaftlich optimale Lösung für das Schulzentrum verwirklicht wird. Dieses Ziel wird nach unserer Überzeugung auf Grund der vorliegenden Faktenlage am besten durch einen Neubau des Schulzentrums verwirklicht!“
Seit der „Bilanz 2010“ der SPD Stadtratsfraktion vor weit über einem Jahr ist der Zustand des Schulzentrums in Mörsch massiv in der öffentlichen Diskussion. Die dramatisch klingende Titelzeile aus jener Bilanz: „Durch die Fenster läuft das Wasser und der Putz bröckelt von den Wänden…“ wurde inzwischen von den tatsächlichen Gegebenheiten leider bestätigt:
· In einem ersten Gutachten wurden die Mängel schonungslos aufgezeigt, die Sanierung kosten wurden mit 19,75 Mio € beziffert.
· Nach der teilweisen Öffnung der Decken des Schulzent-rums in den Sommerferien 2011 erklärte die zuständige Bauverwaltung, dass auf Grund der vorgefundenen Situation von erheblichen Mehrkosten ausgegangen werden muss.
· In zahlreichen Gesprächen mit renovierungserfahrenen Baufachleuten und Bausachverständigen (Bauingenieuren, Architekten und Rechtsanwälten) wurde immer wie-der betont, dass Renovierungen in einer Größenordnung, wie sie im Schulzentrum Mörsch notwendig sind, bisher immer den zuvor kalkulierten Kostenrahmen weit überschritten haben.
· Diese Aussage der Baufachleute wurde uns gegenüber von Bürgermeistern (Baudezernenten) und Oberbürgermeistern bestätigt und warnend auf „aus dem Ruder laufende, unkalkulierbare“ Kosten hingewiesen.
Das richtungsweisende, moderne pädagogische Konzept der Schulen im Schulzentrum, erfordert, um einer modernen Schularbeit gerecht zu werden, einen größeren Raumbedarf. Dieser wird auch durch eine Totalsanierung nicht erreicht.
· Schule muss aber, wenn sie zukunftsorientiert sein soll, die modernen pädagogischen Konzepte berücksichtigen, damit das Schulzentrum Rheinstetten innovativ, zeitgemäß und ein echter Standortvorteil der Großen Kreisstadt Rheinstetten ist
Bildungspolitisch befinden wir uns im Umbruch. Dieser Tatsache muss bei allen Entscheidungen Rechnung getragen werden. Das Beharren in ideologisch geprägten Denkmustern der schulischen Vergangenheit schadet dem Schulstandort Rheinstetten. Ganztagesangebote werden in Zukunft in allen Schularten zur Selbstverständlichkeit werden, Gesamtschulen sind durchaus denkbar. Alle diese modernen Formen müssen bei einer Entscheidung berücksichtigt werden.
· Bei einer Sanierung gehen Baufachleute beim Mörscher Schulzentrums davon aus, dass ein ganzes Schülerleben (4 – 5 Jahre) von den Bauarbeiten betroffen sein wird. Selbst bei bester Koordination aller notwendigen Bauarbeiten wird eine massive Beeinträchtigung des Schulbetriebs stattfinden.
Bei einem Neubau dagegen könnte der Schulbetrieb im Altgebäude bis zur Fertigstellung des neuen Schulzentrums störungsfrei weiterlaufen!
Ein maßgeschneiderter, kompakter Neubau mit geringeren Energiekosten, wesentlich kürzerer Bauzeit, Baufachleute sprechen von 18 Monaten, und keiner Beeinträchtigungen des laufenden Schulbetriebes, der die Erfordernisse moderner Pädagogik unterstützt, erscheint uns das Gebot der Stunde zu sein.
Unter Berücksichtigung all dieser Fakten kommt die SPD Rheinstetten zu dem Schluss, dass ein Neubau die bildungspolitisch, pädagogisch und wirtschaftlich optimale Lösung für den Schulstandort Rheinstetten darstellt!
Wir laden alle politischen Gruppierungen in Rheinstetten ein, sich mit uns gemeinsam für diese optimale Lösung einzusetzen.
SPD-Jahreshauptversammlung: Vieles spricht für einen Neubau!

Eines der zentralen Themen bei der Jahreshauptversammlung 2011 der SPD war der Zustand des Schulzentrums in Mörsch. Noch einmal wurde daran erinnert, dass seit der Veröffentlichung des Rechenschaftsberichtes 2010 der SPD-Stadtratsfraktion mit der Schlagzeile „Durch die Fenster läuft das Wasser und der Putz bröckelt von den Wänden...“ sich die öffentliche Diskussion nicht nur intensiviert habe, sondern auch durch die Gutachter der marode Zustand des Gebäudes im Tiefgestade bestätigt wurde.
Während der sehr ausführlichen Diskussion der SPD Mitglieder ergab sich eine deutliche Tendenz für einen Schulhausneubau. Dafür sprächen einerseits pädagogische Gründe, denn man könne nicht einer ganzen Schülergeneration (5 – 6 Jahrgängen) zumuten, in einer Permanentbaustelle mit starken Belästigungen unterrichtet zu werden. Die durchaus mögliche und verständliche Konsequenz, die Eltern aus einer solchen lärmintensiven, jahrelangen Umbau- und Renovierungsphase ziehen könnten, wäre, ihre Kinder an anderen Gymnasien und Realschulen außerhalb Rheinstettens anzumelden. Dies sei, so wurde mehrfach während der Diskussion bestätigt, immer wieder von Elternseite zu hören. Rheinstetten als Schulstandort sei somit massiv gefährdet.
Andererseits seien auch die finanziell-wirtschaftliche Gründe zu berücksichtigen, denn, so führte der SPD-Fraktionsvorsitzende im Regionalverband Mittlerer Oberrhein Hermann Heil aus, er habe während seiner langen beruflichen und politischen Tätigkeit noch nie eine Renovierungsmaßnahme erlebt, die den prognostizierten Kostenrahmen eingehalten habe. Immer sei die Renovierung erheblich teuerer geworden. 30 Millionen, so war von Baufachleuten zu hören, sei bei einer Kostenschätzung von 20 Mio eine durchaus realistische Zahl.
Deshalb sei ein Neubau, so die eindeutige Tendenz der SPD-Jahreshauptversammlung, ernsthaft in Erwägung zu ziehen, zumal im Umfeld des jetzigen Schulzentrums ausreichend Fläche für einen zeitgemäßen Neubau zur Verfügung stehe. Der Schulstandort Rheinstetten dürfe nicht weiter geschädigt, sondern er müsse vielmehr gestärkt werden!