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Ortsbildprägend - aber das Mörscher Festzelt steht nicht mehr!

Inzwischen steht das Mörscher Festzelt nicht mehr. Es wurde abgerissen!

 

Obwohl es ortsbildprägend war, musste es aus Sicherheitsgründen (zumindest war dies die Argumentation) weichen. Nun steht nur noch eine einsame Bühne, Wind und Wetter ausgesetzt,  und häßliche Balken ragen in den Himmel.

 

Im Vorfeld des Abrisses gab es eine kurze Kontroverse über das Bauwerk und seine weitere Zukunft. Lesen Sie selbst:

 

Was wird aus dem Mörscher Festzelt?

 

Das Mörscher Festzelt, das Ähnlichkeiten mit dem Münchner Olympiadach nicht verleugnen kann, ist ins Gerede gekommen.

Muss es abgerissen werden oder gibt es Alternativen?

Die SPD-Stadtratsfraktion hat dazu und zum Antrag Forchheimer Vereine auf Anlagen eines zweiten Festplatzes einen Antrag eingebracht, der am 30. 9. 08 im Gemeinderat erstmals besprochen wurde.

 

Hier der Wortlaut unseres Antrags:

 

"Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schrempp,

 

seit längerer Zeit, und im Hinblick auf die kommenden Haushaltsberatungen für 2009 werden im Gemeinderat immer stärker zwei Themen angesprochen, die sehr weitreichende Auswirkungen auf das Vereinsleben, besonders in den Ortsteilen Forchheim und Mörsch, haben.

 

Es handelt sich um:

 

a)            das Anlegen eines zweiten neuen Vereinsfestplatzes im Ortsteil Forchheim und

b)            den Abriss des Festzeltes im Ortsteil Mörsch

 

Die SPD – Fraktion ist der Ansicht, dass beide Projekte mit den heute im Gemeinderat vorliegenden Unterlagen und Daten nicht zu beurteilen, zu beraten und schon gar nicht abschließend zu behandeln sind.

 

Um dem Gemeinderat aussagekräftige Unterlagen zu verschaffen, stellt die SPD – Fraktion den folgenden

Antrag

 

Zu a)    Der gewünschte „zweite Vereinsfestplatz“ würde direkt an das Areal der fünf dort ansässigen Vereinsclubhäuser anschließen.

Um eine, auch für die Vereine wichtige, genaue Abgrenzung zu gewährleisten, ist die Einfriedung der einzelnen durch die Vereine genutzten Grundstücke durch diese durchzuführen. Die für jedes Clubhaus nachzuweisenden Stellplätze müssen -wie bei allen in Rheinstetten gebauten Vereinshäusern- vor Beginn städtischer Maßnahmen, eingerichtet sein.

1.    Die Maßnahme selbst muss vor jeder weiteren Diskussion im GR in der Vereinsvorständesitzung im OT Forchheim grundsätzlich diskutiert werden, da sie nach unserer Meinung enorme Auswirkungen auf das Dorffest in Forchheim hat.

2.    Sollte die Maßnahme dort ihre Zustimmung finden, müssen die Vereinsvorstände in Mörsch und Neuburgweier entsprechend informiert werden.

3.    Das Abstellen von LKW`s kann schon jetzt ohne große finanzielle Mittel verhindert werden. Wir beantragen, dazu entsprechende Verbotsschilder nach der Daxlanderstraße, für den gesamten Bereich des alten und neuen Festpatzes und des Dammfeldwegs anzubringen. Ein Abstellen von LKW`s auf dem neuen Festplatz lehnen wir grundsätzlich ab, da hier eine mit viel kommunalen Finanzmitteln erstellte Einrichtung (Befestigung, Strom, Wasser, Abwasser) zum LKW – Abstellplatz umgewidmet würde, was viel Verkehr durch die Hauptstraße nach sich ziehen und die Lebensdauer der Anlage selbst wesentlich verkürzen würde.

4.    Das Gleiche gilt für das Ablagern von Bau- und Erdmaterial auf dem alten Festplatz. Hier muss lediglich der städt. Bauhof und die von ihm beauftragten Firmen angewiesen werden, dies zu unterlassen.

 

Zu b)    Der Abriss des Festzeltes im OT Mörsch ist ein enormer Eingriff in das Ortsbild, da das Festzelt inzwischen so etwas wie ein Wahrzeichen des Ortsteils Mörsch ist. Bei privaten Umbaumaßnahmen fordern wir immer wieder von den Bürgern, ortsbildprägende Bausubstanzen zu erhalten.

Nach dem Abriss des alten Volkshauses wäre der Abriss des Festzeltes nun die zweite Beseitigung eines ortsbildprägenden Baukörpers, dieses Mal von der Stadt selbst.

 

Um die Lage vernünftig beurteilen zu können, wird die Verwaltung beauftragt:

 

1.    Vergleichende genaue Kostenaufstellungen zum Erhalt und alternativ zum Abriss des Festzeltes zu erstellen oder erstellen zu lassen.

2.    Für den Fall eines geplanten Abrisses des Festzeltes muss zuvor geklärt werden, wo danach die Mörscher Vereine ihre Jubiläen feiern.

3.    Sowohl für den Fall des Abrisses als auch für den des Erhalts sind die zukünftige Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser sowie die Abrechnungsmodalitäten zu klären.

4.    Weitere Nutzungsmöglichkeiten zu prüfen, durch deren Erlös die Wirtschaftlichkeit des Erhalts zumindest verbessert wird. Dafür eignen sich z. B. Flohmärkte, Ausstellungen, Nutzungen durch Verkehrswacht, private und betriebliche Nutzungen usw. Auch für Teile des Oferöhrlefestes könnte das Festzelt genutzt werden.

 

Die Problematik beider Vorhaben ist sehr vielfältig und sollte hinsichtlich der Gleichbehandlung der Vereine innerhalb der Ortsteile, aber auch innerhalb Rheinstettens, sorgfältig geprüft und genau untersucht werden. Erst nach Vorliegen aller Daten und nach Anhörung aller Betroffener kann der Gemeinderat unseres Erachtens einen für alle annehmbaren Beschluss fassen."

 

Rheinstetten und seine Stadteinfahrten

Die Einfahrt in ein Dorf oder eine Stadt gibt ihr Spiegelbild ab. An der Gestaltung dieser Einfahrten erkennt man, welchen Wert die öffentliche Hand, die Kommune, auf ein gutes, schönes und ansprechendes äußeres Erscheinungsbild legt. Und mit diesem kann sie auch zur Motivierung ihrer Bürger in die gleiche Richtung beitragen.

 

Gerade jetzt im Frühjahr kann man die beachtenswerten, geradezu künstlerisch schönen Gestaltungen der Dorf- oder Stadtgärtner sowohl in unserer direkten Umgebung, z. B. in Durmersheim (an der alten B36) aber auch in kleinen Dörfern in der Pfalz und im Elsass, die man jetzt per Fahrrad erkunden kann, bewundern. Kreiselgestaltungen, z. B. in Bietigheim oder an der B3 in südlicher Richtung, würden jeden Kunstwettbewerb in Gartengestaltung bestehen. Hier lassen sich die dortigen Stadtoberen und ihre Landschaftsgärtner immer wieder Neues einfallen.

 

Wie gibt sich die Situation an den Haupteinfahrten in Rheinstetten ?

 

Südl. Ortseinfahrt an der Merkurstraße, von Durmersheim kommend: Linke Seite eine öde Straba-Haltestelle mit asphaltiertem Parkplatz, rechts der B 36 ein Hundekackplatz, zumeist für Durmersheimer Vierbeiner.

 

Einfahrt Rheinaustraße aus Ettlingen: Ortseinfahrt Beton und Asphalt, jenseits der B 36 ein riesiger öder Autoabstellplatz. Davor brachliegende Straßenränder.

 

Einfahrt Querspange: Rundum brachliegende Felder, entlang der Querspange bis zum Kreisel, inmitten einer ungepflegten Wiese ein „künstlerischer“ Hinweis auf Pamina. Der gleiche steht, genau so verloren, an der Merkurstraße.

 

Ortseinfahrt Forchheim, aus Ettlingen kommend: Im Ortsetter-Anfang ausrangierte, alte Wagen und Autoanhänger als Werbeträger. Gegenüber, in der Feldflur, ungepflegte, mit Unrat verschandelte Wegränder und Parkplätze.

 

Nördliche Zufahrt an der Leichtsandstraße: Hier gibt sich die Zufahrt gepflegter, wahrscheinlich aber nur, weil einerseits die dort ansässige Holzfirma und auf der gegenüberliegenden Seite die Messe für etwas Pflege sorgt.

 

Kreisel am Stadthaus1 und am Epple-See: Zu Verschönerung dieser, in anderen Orten vorbildlich gestalteten Einrichtungen, hat unsere Fraktion schon des öfteren Anträge eingebracht. Sie wurden aus Kostengründen stets mehrheitlich abgelehnt.

 

Wir wollen diese Themen hier noch einmal ansprechen, in der Hoffnung, dass man von Rheinstetten auch in gärtnerischer Hinsicht zukünftig ein besseres Bild bekommt.

 

Mehr Kinderbetreuungsplätze für Unter-Dreijährige

Die Koalitionsfraktionen SPD und CDU in Berlin haben einen Gesetzentwurf zur Errichtung eines Sondervermögens „Kinderbetreuungsausbau“ in den Deutschen Bundestag eingebracht. Das Sondervermögen in Höhe von 2,15 Milliarden soll Investitionsmittel mobilisieren und das Ausbauziel auch „technisch“ umsetzen. Auf Baden-Württemberg entfallen davon 290 Millionen für Bau- und Renovierungsarbeiten aus diesem Sondervermögen, aus dem Investitionen für den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren gefördert werden.

 

In unseren Kindergärten besteht Bedarf!

 

Wir von der SPD-Fraktion sehen in dieser Förderung eine  Chance für unsere Stadt, die unbedingt genutzt werden sollte. Um nicht, wie in der Vergangenheit, unnötig Zeit verstreichen zu lassen  müssen bereits jetzt die Ausbaumöglichkeiten der Rheinstettener Kindergärten untersucht werden. Wir haben bei unserer Stadtverwaltung einen entsprechenden Antrag eingereicht.

 

SPD-Antrag: Ampelregelung entlang der Stadtbahnlinie S 2

 

Seit die Straßenbahn wieder durch Rheinstetten fährt, gibt es ein Ärgernis: Die Ampelregelung entlang der Trasse.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />

 

Es gibt kaum jemanden, der diese Regelung wirklich versteht oder erklären kann – außer dem „Straßenbahnpapst“ Ludwig (der konnte das!), aber wirklich verstanden hat ihn auch niemand!

 

Dieses Thema hat die SPD-Stadtratsfraktion nun erneut (12.1.07) in einem Antrag an OB Gerhard Dietz aufgegriffen. Lesen Sie selbst:

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

die SPD Gemeinderatsfraktion stellt den Antrag, an den Straßenkreuzungen bzw. –einmündungen entlang der Straßenbahn, die mit Rotlichtampeln bestückt sind, das grüne Zusatzschild, das rechts abbiegen bei freier Kreuzung erlaubt, zu installieren.

 

Begründung: An vielen Kreuzungen bzw. Einmündungen entlang der Straßenbahn auf der Karlsruher-, Rappenwörth-, Badener- und Bickesheimerstraße wird, oft schon vor Ankunft der Staba, die Kreuzung bzw. Einmündung durch Rotlicht komplett gesperrt. An vielen dieser Verkehrspunkten wäre, da die Kreuzung meistens frei, ein Rechtsabbiegen, ohne Beeinträchtigung des Straba-Verkehrs, möglich.

 

Wir bitten alle Fraktionen und Gruppierungen sich diesem Antrag anzuschließen.

 

Walter Linsin       

Fraktionsvorsitzender