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Prof. Dr. Ingo Juchler diskutiert über "Die Arbeit von Morgen" am Roten Tisch

Gerade in Zeiten, in denen man den Eindruck hat, Politik richte sich ausschließlich nach den täglich veröffentlichten Meinungsumfragen, in denen es nicht um die Frage geht, wer hat die besseren Konzepte und Inhalte für unser Land, hob sich die Veranstaltung im Zentrum Rösslsbrünnle, zu der die SPD Rheinstetten geladen hatte, wohltuend ab.

 

Die Diskussion am Roten Tisch war ein engagierter Beitrag zu einer ernsthaften Auseinandersetzung um Konzepte und Lösungsmöglichkeiten. Prof. Dr. Ingo Juchler stand Hermann Heil, dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Regionalverband, und Helmut Gerstner, dem ehemaligen Vorsitzenden der Stadtratsfraktion, zum Themenkomplex „Die Arbeit von Morgen“, wie sie im Deutschlandplan von Frank-Walter Steinmeier als Zielvorstellung beschrieben und konkretisiert wird, Rede und Antwort.

 

Kritisch hinterfragt wurden sowohl die vier Millionen neuen Arbeitsplätze, als auch die Rolle der alten Industrie und der neuen Technologien. Stärker als auf die Großindustrie ging Prof. Dr. Ingo Juchler dabei auf die wichtige Rolle der mittelständischen Wirtschaft in unserer Gesellschaft ein. Sowohl die „Allianz für den Mittelstand“ als auch das MINT-Programm, mit dem 200 neue Professuren in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik geschaffen werden sollen, stärke die Wirtschaftsfähigkeit und damit die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

 

Besonderes Augenmerk legte der Göttinger Hochschullehrer natürlich auf den Stellenwert der Bildung:  „Schlechte Bildung gefährdet die Zukunft junger Menschen, und sie gefährdet den Wohlstand unseres Landes.“ Deshalb müsse es eine gebührenfreie hochklassige Bildung vom Kindergarten bis zum Universitätsabschluss geben. Ein Land wie Deutschland könne es sich nicht leisten, junge Menschen ohne Schul- und Ausbildungsabschluss allein zu lassen. Juchler verwies darauf, dass es nicht genüge, in Sonntagsrede die Bildung in den Mittelpunkt zu stellen und das gesamte Gebiet dann im Alltag sträflich zu vernachlässigen.

 

Als weiterer Job-Motor wurde am Roten Tisch die Gesundheitsbranche angesprochen. Allein die demografische Entwicklung werde in den kommenden Jahren über 300.000 neue Arbeitsplätze im Pflegebereich erforderlich machen. Allerdings wurden hier Wunsch und Wirklichkeit sehr deutlich gegenüber gestellt und in diesem Zusammenhang auch die Frage des Mindestlohns erörtert.

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierte das Publikum mit Prof. Dr. Ingo Juchler, wobei zum Teil die Themen der ersten Diskussionsrunde vertieft, aber auch neue Themen aus den Sachgebieten Renten, Pflege, Finanzen oder der Bundeswehreinsatz in Afghanistan besprochen wurden. Auch das Verhältnis der SPD zur Linken wurde thematisiert und von Ingo Juchler sehr engagiert diskutiert.

 

 

Herzliche Einladung: Der Rote Tisch mit Prof. Dr. Ingo Juchler

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am kommenden Montag, den 21. September diskutieren wir mit Prof. Dr. Ingo Juchler am „Roten Tisch“.

Zu dieser Veranstaltung wollen wir Sie herzlich einladen.

 

Wir beginnen um 20:00 Uhr und da wir nach den strengen Regeln des „Roten Tisches“ vorgehen (Diskussion 2 x 45 min), wird die Veranstaltung um 21:45 Uhr beendet sein.

 

Es wäre schön, wenn wir möglichst viele von Ihnen bei dieser Diskussion begrüßen könnten, denn so haben Sie die Gelegenheit, den Bundestagskandidaten Prof. Dr. Ingo Juchler kennen zu lernen und ihm richtig auf den Zahn zu fühlen.

 

In den letzten Wochen konnte man oft den Eindruck gewinnen, die Wahl sei längst entschieden, was sicherlich auch mit dem permanenten Blick auf die täglichen Meinungsumfragen zusammenhängt. Denn offensichtlich geht es heute nicht mehr um die Frage, wer die besseren Konzepte und Inhalte für unser Land hat, sondern nur noch um die Umfragewerte. Lappalien beherrschen die Schlagzeilen, während die wirklich wichtigen politischen Fragen in „der veröffentlichten Meinung“ nahezu keine Rolle spielen.

Oder wie Erhard Eppler in der Süddeutschen Zeitung schreibt: „Eigentlich wäre jetzt der Diskurs darüber angesagt, wie wir jener Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken, die in den Jahrzehnten des Marktradikalismus in immer mehr Ländern, Entwicklungsländern, vor allem Schwellenländern, aber auch Industrieländern weiter fortgeschritten ist, als uns bewusst ist. Auch bei uns“. Aber der Diskurs findet nicht statt. Er findet nicht statt über die Wichtigkeit des regelgebenden Staates, er findet nicht statt über den Einfluss der Atomlobby, er findet nicht statt über zukunftsweisende Technologien, er findet nicht statt über Sozial- und Bildungssysteme. Was stattfindet, ist ein oberflächliches Austauschen von Schlagworten mit Blick auf die täglichen Zahlen der Demoskopie.

 

Mit unserer Diskussion am „Roten Tisch“ wollen wir unseren Beitrag zu einer ernsthaften Diskussion leisten, in der es um Konzepte und Lösungsmöglichkeiten geht.

 

Dazu laden wir Sie alle herzlich ein.

 

Bitte kommen am 21. September zum „Roten Tisch“ ins Zentrum Rösselbrünnle, um mit Prof. Dr. Ingo Juchler zu diskutieren.

 

Wir freuen uns auf Sie am 21. September um 20:00 UIhr

 

Ihre

 

SPD Rheinstetten

 

Hinweis:

Im ersten Teil der Veranstaltung diskutieren mit Ingo Juchler der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Regionalverband Mittlerer Oberrhein, Hermann Heil, und der Ehrenvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Helmut Gerstner.