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Bilder einer Reise:

Branderburger Tor
Reichstag
Stelenfeld - Holocaust-Denkmal

Berlin - Tagebuch einer politischen Reise

Auf Einladung von Jörg Tausss, SPD-Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Karlsruhe-Land, waren Mitglieder der SPD Rheinstetten in der Zeit vom 26. - 29. März 2008 in der Bundeshauptstadt, um das politische Berlin kennenzulernen.

 

Politische Gespräche, historische Stätten, touristische Attraktionen und Begegnungen mit Politikern und ganz normalen Menschen standen auf dem Programm dieser Studienfahrt, denn eine pure Vergnügungsreise war sie nicht, obwohl sie viel Spaß gemacht hat.

 

Vorbemerkung der Rheinstettener Reisegruppe:

 

Herzlichen Dank, lieber Jörg Tauss, für einen überaus eindrucksvollen Berlinaufenthalt.  Dein Organisationsteam hat hervorragende Arbeit geleistet und uns die Arbeit von Parlament, Bundesregierung und Bundes-SPD sehr lebendig nahe gebracht. Es waren tolle Tage in Berlin. Nochmals vielen Dank!

 

Und jetzt kommt unser "Berlin-Tagebuch":

 

Mittwoch, 26. März 2008

Treffpunkt Bahnhof Karlsruhe 9.30 Uhr

Der umsichtige „Reiseleiter“ Erich Fehr, Vorsitzender der SPD Malsch, übernimmt die Gruppe, informiert und befasst  sich sofort nach der Abfahrt mit der heiklen Aufgabe der Zimmerbelegung in Berlin. Am neuen Hauptbahnhof in Berlin standen Reiseleiterin, Busfahrer mit Bus für unsere Gruppe als weitere ständige Begleiter bereit. Bereits eine halbe Stunde nach der Ankunft in Berlin findet im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung das erste Informationsgespräch statt. Wir erhielten eine interessante Einführung in die Regularien des Presseamtes, welches aber nur zu 50% in Berlin angesiedelt ist, der Rest sitzt noch in Bonn. Danach einchecken im Hotel im Stadtteil Friedrichshain, gemeinsames Abendessen, Kennenlernen, Begrüßung durch Jörg Tauss und ein Kneipenbummel im kleineren Kreis.

Fazit des Tages: Das fängt sehr gut an, eine interessante Gruppe, Erich hat die Zimmerbelegung routiniert gelöst und die Spielberger sind echte Fußballkapazitäten!

Donnerstag, 27. März 2008

Bereits um 8.30 Uhr das erste Informationsgespräch im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Wir diskutieren lebhaft über Autobahnbau, Städtebauförderungen, die geplanten Investitionen im Bereich der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden und den Sinn der Energieausweise. Als dann Herr Zimmermann aus Bonn, der für die Verkehrsplanung in unserer Region zuständig ist, über Video zugeschaltet wurde, kamen unsere Kollegen aus dem Pfinztal richtig in Fahrt. Verständlich, denn die Umgehungsstraße in Berghausen ist ja auch ein ewiges Thema und entwickelt sich zum wahren Dauerbrenner. Neue Erkenntnisse und Bekenntnisse gab es leider nicht, denn Herr Zimmermann aus Bonn hatte sichtlich großen Respekt vor den zu erwartenden schriftlichen Ausführungen im „Pfinztaler Boten“.

Danach ging es zur Bundeszentrale für politische Bildung, hier gab es neben vielen Informationen auch viel Gedrucktes, für die politische Bildung wird einiges getan.

Das gemeinsame Mittagessen mit Jörg Tauss in der Landesvertretung von Baden-Württemberg, übrigens ein sehr kostbares Gebäude mit wirklich gelungene Architektur, konnten wir  mit unseren Kollegen aus Forst zum Meinungsaustausch über das nun in Rheinstetten geplante EDEKA-Fleischwerk nutzen. Der Forster Gemeinderat war übrigens einstimmig dafür, einzig die zukünftig geschlossene Autobahnzufahrt bei der Raststätte Bruchsal sprach gegen Forst.

Den Nachmittag verbrachten wir im Finanzministerium mit kompetenten Gesprächspartnern und angeregten Diskussionen. Ein geschichtsträchtiger Ort, denn das von dem Archtekten Ernst Sagebiel entworfene Gebäude beherbergte bis 1945 das Reichsluftfahrtministerium des NS-Regimes und war die Machtzentrale von Hermann Göring.

Nach einer Stadtrundfahrt, an politischen Gesichtspunkten orientiert, und dem gemeinsamen Abendessen mit Jörg Tauss konnte jeder für sich ein Stück Berlin kennenlernen. Wir nutzten den freien Museenabend und besuchten das Pergamonmuseum.

 

Fazit des Tages: Sehr viele Regierungseinrichtungen sitzen noch in Bonn, das war uns in diesem Umfang nicht bewusst! Ansonsten gute Organisation, gutes aber sehr gedrängtes Programm, jedoch Sauerkraut zum Mittagessen ist für die folgenden Veranstaltungen nicht ideal !

Freitag, 28. März 2008

Um 8.30 Uhr Sicherheitscheck am Reichtagsgebäude, Jörg Tauss führte uns durch das Gebäude und informierte uns als echter Insider. Der Gemeinderatskollege Lorch aus Ettlingen zeigte sich als exzellenter Kenner der Geschichte des Hauses und gab  interessante zusätzliche Informationen.

Im Fraktionsvorstandssaal saßen wir probeweise an den Plätzen von Steinbrück, Struck und Co.  Die anschließende Diskussionsrunde im  SPD-Fraktionszimmer fiel leider etwas kurz aus, denn zur Gesamtsituation der SPD und zum weiteren Kurs gibt es ja wirklich viel Gesprächsstoff und es blieben doch einige Fragen offen. Der anstehende Fototemin auf der Dachterrasse beendete die Diskussion und wir nutzten die Gelegenheit die Glaskuppel ausgiebig zu besichtigen. Nach dem Mittagessen in Kreuzberg, im türkischen Restaurant Yildiz, folgte am Nachmittag eine Führung und eine kommunalpolitische Diskussion im Willy-Brandt-Haus. Nachdem sich alle unter der imposanten Skulptur von Willi gegenseitig fotografiert hatten, konnten wir im Gespräch mit der SKG-Referentin Franzisca Engehausen und Jörg Tauss  die Konzepte für einen erfolgreichen  Kommunalwahlkampf 2009 erörtern. Die folgende Stadtrundfahrt führte uns wieder kreuz und quer durch Berlin und endete in der Nähe des Kurfürstendamms. Nach dem gemeinsamen Abendessen wurde wieder ausgeschwärmt und die Gruppe verstreute sich auf ganz Berlin. 

 

Fazit des Tages: Unser Parlament hat im Reichstag ein wirklich schönes Domizil. Gut, dass die Hotelbar erst schließt, wenn wir fertig sind, denn die wirklich wichtigen Gespräche mit Tiefgang fanden dort statt!

Samstag, 29. März 2008

Die Zeit bis zur Abfahrt um 14.33 Uhr am Hauptbahnhof war zur freien Verfügung und wurde von den Teilnehmern natürlich unterschiedlichst genutzt. Austern schlürfen im KadeWe, shoppen in der Friedrichstraße und im Lafayette, Besichtigung der Regierungsgebäude oder die einfache Querung des Brandenburger Tores gemessenen Schrittes, es gab wahrlich viele Möglichkeiten. Zur Abfahrt des Zuges waren alle wieder rechtzeitig zurück und nachdem sich jeder einen der reservierten Plätze im überbelegten ICE erkämpft hatte, ging es zurück nach Karlsruhe.

 

Fazit der Reise: Berlin ist eine Reise Wert. Es war höchst informativ und interessant, recht herzlichen Dank an Jörg Tauss und den „Reiseleiter“ Erich Fehr.